1. Artikel aus dem Kosmetikbuch
Das Gesichts-Make-up
Für das Gesichts-Make-up gibt es eine ganze Reihe von Bezeichnungen. In der Sache geht es jedoch immer um ein und dasselbe: um einen bräunlich frisch aussehenden Teint.
- Das unkomplizierteste Make-up ist die getönte Tagescreme. Sie unterscheidet sich von einer normalen Creme ur durch den Zusatz von Farbpigmenten und wird direkt auf die Haut aufgetragen. Die getönte Tagescreme hat jedoch keine abdeckende Wirkung.
- Unter Foundation, Grundierung oder Make-up versteht man ein Produkt, das zusätzlich zur normalen Tagescreme aufgetragen wird. Ein Make-up soll abdecken. Seine Grundlage ist, wie bei jeder anderen Creme, eine Emulsion aus Ölen, Fetten, Wachsen erweitert um Puderbestandteile wie Talkum sowie um Farbpegmente. Make-ups können also durchaus pflegend sein. Doch für sie gilt das Gleiche wie für jede Emulsion: Die Qualität steht und fällt mit den Inhaltsstoffen - und es lohnt sich zu vergleichen.
- Wie intensiv ein Make-up deckt, hängt in der Regel davon ab, wie flüssig oder fest es ist. Ein flüssiges Make-up, zumeist eine Wasser-in-Öl-Emulsion, deckt leicht ab, das cremige stärker, ein festes Make-up noch etwas mehr und die sogenannte Camougflage (Theaterschminke) ist die intensivste Abdeckung.
Der Gesichtspuder
Gesichtspuder soll decken, Fett und Feuchtigkeit aufnehmen, gu haften und möglichst seidenweich sein. Jeder Puderrohstoff wird zunächst einmal sehr fein zermahlen, gesiebt und dann mit flüssigen bzw. halbfesten Komponenten gemischt.
- Häufigste natürliche Pudergrundlagen sind Talkum und Kaolin. Talkum ist ein weißer, geruchloser Stoff, der gründlich gereinigt und desinfiziert wird und vor allem frei von Asbest sein muss. Er vermittelt als Pudergrundlage ein angenehmes Hautgefühl, da Talkum ein sehr speckiger Stein ist. Kaolin hat diesen natürlichen Vorteil nicht in dem Maß und wird darum beispielsweise mit Jojobaöl besprüht, um der Haut zu schmeicheln.
- Preiswerte synthetische Pudergrundlagen sind aus Kunststoff hergestelltes Polyethylenpulver oder Nylonpulver, das dem Puder jedoch eine durchaus feine Konsistenz verleiht. Seidenpuder besteht größtenteils aus Seidenfibroin, einem Bestandteil des Seidenkokons.
- Als Zusatzstoffe werden häufig Stärken eingesetzt, wie beispielswewise Reisstärke, doch sie haben den Nachteil, dass sie verkleben, weil sie Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen. Eine ausgezeichnete und leider auch recht teure Puderzutat ist der Aminosäureester Lauroyl Lysine. Er verleiht dem Produkt einen wunderschönen weichen und angenehmen Charakter und wird zumeist in einer Größenordnung von ein bis zwei Prozent zugesetzt.
Loser Puder fixiert ein Make-up, ist transparent und passt sich gut dem Hautton an. Kompaktpuder mattiert stärker und deckt besser ab als loser Puder. Er sollte mit einer Quaste sanft aufgetupft werden, ohne zu reiben.